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Ursodeoxycholsäure

Auch bekannt als: Ursofalk
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Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der Orientierung und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch. Ob Actigall verschreibungspflichtig ist, hängt von lokalen Regelungen ab; sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Actigall – Was ist das Medikament?

Actigall enthält Ursodeoxycholsäure (UDCA), eine Gallensäure, die natürlicherweise in der Leber gebildet wird. UDCA beeinflusst den Gallenfluss und die Zusammensetzung der Galle, was in bestimmten Situationen therapeutisch genutzt wird.

In der Praxis wird Actigall überwiegend oral in Kapselform eingenommen. Die Behandlung läuft meist über mehrere Monate, manchmal längere Zeiträume, und erfordert regelmäßige ärztliche Überwachung. Der Nutzen hängt von der konkreten Erkrankung, der Größe und Beschaffenheit der Gallensteine sowie individuellen Faktoren ab.

Actigall wird nicht bei allen Gallenerkrankungen angewendet. Die Entscheidung für eine UDCA-Therapie erfolgt durch Ihren behandelnden Arzt, der Nutzen und Risiken gegeneinander abwägt. Eine eigenständige Umstellung oder Beendigung der Behandlung ohne ärztliche Rücksprache wird nicht empfohlen.

Die Einnahme erfolgt in der Regel planmäßig, möglichst zu festgelegten Zeiten. Informieren Sie Ihr medizinisches Team, wenn Sie Leberprobleme, Gelbsucht oder andere auffällige Symptome bemerken. Die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich; nicht jeder Patient reagiert gleich.

Indikationen und Anwendungsbereiche von Actigall

Indikationen umfassen cholesterinhaltige Gallensteine in der Gallenblase, bei denen eine Operation vermieden werden soll oder nicht möglich ist. In solchen Fällen kann UDCA helfen, den Stein allmählich zu lösen oder zu verhindern, dass neue Steine entstehen.

Actigall kann zudem in bestimmten Situationen eingesetzt werden, um den Fluss der Galle zu verbessern oder Leberwerte zu beeinflussen, sofern der behandelnde Arzt eine entsprechende Indikation sieht. Die Entscheidung basiert auf der Abwägung von Nutzen, Risiken und individuellen Voraussetzungen.

Der Erfolg einer UDCA-Therapie hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Größe und Beschaffenheit der Steine, die Anatomie der Gallenwege und der allgemeine Gesundheitszustand. Ihr Arzt erklärt Ihnen, welche Aussicht auf Erfolg in Ihrem Fall realistisch ist. Behalten Sie regelmäßige Kontrolltermine bei, um den Verlauf zu überprüfen.

In jedem Fall gehört Actigall in den Kontext einer individuellen Therapieplanung. Die Behandlung wird von Ihrem Arzt auf Basis Ihrer Symptome, Röntgen- oder Ultraschallbefunde und Laborergebnissen festgelegt. Falls während der Behandlung neue Beschwerden auftreten, wenden Sie sich zeitnah an Ihre medizinische Anlaufstelle.

Gegenanzeigen: Wer Actigall nicht verwenden darf?

Actigall sollte nicht angewendet werden bei schweren Lebererkrankungen, obstruktiven Erkrankungen der Gallenwege oder bekannten Unverträglichkeit gegenüber Ursodeoxycholsäure. In solchen Fällen besteht kein Nutzen bei gleichzeitigen Risiken.

Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung oder bestehender Gelbfärbung (Ikterus) muss vor Beginn einer UDCA-Therapie eine gründliche Abklärung erfolgen. Unklare Symptome können Hinweis auf andere Probleme sein, die zuerst behandelt werden müssen.

Schwangere oder stillende Frauen sollten die Anwendung von Actigall nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens und Risikos besprechen. Die Einnahme in Schwangerschaft oder Stillzeit ist nicht allgemeingültig freigegeben und muss individuell entschieden werden.

Bei Kindern und Jugendlichen erfolgt die Anwendung von Actigall ausschließlich nach ärztlicher Einzelfallbewertung. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder schweren Leberfunktionsstörungen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre individuelle Situation.

Wichtige Warnhinweise und Überwachung während der Behandlung

Vor erstmaliger Einnahme prüft der behandelnde Arzt in der Regel Ihre Leberwerte und andere Laborparameter, um eine sichere Behandlung zu beginnen. Die Ergebnisse helfen, die passende Dosis und den Verlauf festzulegen.

Während der Therapie sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Diese dienen dem frühzeitigen Erkennen von Veränderungen in der Leberfunktion, im Gallensystem oder in der allgemeinen Gesundheit. Informieren Sie Ihre Praxis, wenn sich Symptome verschlechtern oder neue Beschwerden auftreten.

Zu den typischen Warnzeichen zählen anhaltende Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunkler Urin, starke Oberbauchschmerzen oder plötzliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Bei solchen Anzeichen sollten Sie umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Der Arzt entscheidet, ob Anpassungen nötig sind.

Vermeiden Sie eigenständige Anpassungen der Behandlung ohne Rücksprache. Eine plötzliche Beendigung oder eigenständige Steigerung der Dosis kann Risiken bergen. Bei Unsicherheit wenden Sie sich an Ihre Apotheke oder Ihren Arzt.

Nebenwirkungen von Actigall

Wie bei vielen Medikamenten kann Actigall Nebenwirkungen verursachen. Die meisten sind mild und vorübergehend; manche betreffen den Magen-Darm-Trakt oder die Leber-Galle-Funktionen.

Es ist wichtig zu wissen, dass nicht jeder diese Nebenwirkungen erlebt. Wenn Sie ungewöhnliche Beschwerden bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Eine rechtzeitige Abklärung hilft, unnötige Beschwerden zu vermeiden oder zu lindern.

Gastrointestinale Nebenwirkungen

Zu Beginn oder während der Behandlung können Übelkeit, Aufstoßen, Blähungen oder Durchfall auftreten. Diese Beschwerden sind oft vorübergehend und bessern sich mit der Zeit. Wenden Sie sich an Ihre medizinische Anlaufstelle, wenn sie stark sind oder länger anhalten.

Leberfunktion und Gallensekretion

In seltenen Fällen können sich Leberwerte verändern. Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin oder übermäßige Müdigkeit sollten gemeldet werden. Ihr Arzt kontrolliert regelmäßig Blutwerte, um die Sicherheit der Behandlung sicherzustellen.

Hautreaktionen und allergische Reaktionen

Allergische Hautreaktionen wie Ausschläge oder Juckreiz können auftreten, sind aber selten. Bei schweren Hautreaktionen oder Anzeichen einer systemischen Reaktion sollten Sie sofort medizinische Hilfe suchen und Ihren Arzt informieren.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, Lebensmitteln und Alkohol

Actigall kann mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. Aus diesem Grund sollten Sie alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate, die Sie einnehmen, Ihrem Arzt oder Apotheker mitteilen. Ebenso wichtig ist die Rücksprache, bevor Sie neue Substanzen hinzufügen.

Wechselwirkungen können die Wirkung von UDCA beeinflussen oder die Wirkung anderer Arzneimittel verändern. Die Reihenfolge, in der Sie Substanzen einnehmen, oder zeitliche Abstände zwischen den Präparaten können eine Rolle spielen. Ihr Gesundheitsteam klärt Sie dazu individuell auf.

  • Verschreibungspflichtige Arzneimittel: Informieren Sie den Arzt über alle verschriebenen Medikamente, insbesondere solche, die Leberfunktion oder Gallensekretion beeinflussen könnten.
  • Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel: OTC-Medikamente oder Schmerzmittel sollten in Absprache mit dem Apotheker bewertet werden, besonders wenn sie Leberwerte beeinflussen könnten.
  • Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate: Bestimmte Präparate können die Leber belasten oder mit UDCA interagieren. Besprechen Sie die Einnahme vorab.
  • Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum belastet die Leber zusätzlich und kann die Behandlung beeinträchtigen. Klären Sie Ihren individuellen Umgang mit Alkohol mit Ihrem Arzt.

Um sicherzugehen, fragen Sie bei Unsicherheit Ihre Apotheke oder Ihren Arzt, bevor Sie neue Substanzen hinzufügen oder bestehende Präparate verändern. Eine individuelle Beratung hilft, Risiken zu minimieren.

Besondere Patientengruppen

Bei schwangeren oder stillenden Frauen erfolgt die Anwendung von Actigall nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken. Die potenziellen Auswirkungen auf das ungeborene Kind oder das gestillte Kind müssen individuell geprüft werden.

Ältere Patientinnen und Patienten können andere Begleiterkrankungen oder eine veränderte Leberfunktion aufweisen, was eine engmaschige Überwachung notwendig macht. Ihre Behandlung wird gegebenenfalls angepasst.

Kinder und Jugendliche erhalten Actigall in der Regel nur nach spezieller ärztlicher Beurteilung. Die Sicherheit und Wirksamkeit in jüngeren Altersgruppen hängt von der individuellen Situation ab.

Bestehende Leberfunktionsstörungen oder andere chronische Erkrankungen erfordern eine sorgfältige Abwägung von Risiken und Nutzen. In jedem Fall entscheidet der behandelnde Arzt über die Eignung und den Verlauf der Therapie.

Praktische Anwendung und sichere Handhabung

Nehmen Sie Actigall regelmäßig und möglichst zu den gleichen Mahlzeiten ein. Die Einnahme mit Wasser wird empfohlen, damit die Aufnahme gut gelingt. Ein fester Tagesrhythmus unterstützt den Therapieerfolg.

Schlucken Sie die Kapseln ganz, ohne sie zu zerdrücken oder zu zerbrechen. Teilen oder Öffnen der Präparate kann die Wirkung verändern oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Bei Problemen mit dem Schlucken sprechen Sie mit Ihrem Apotheker.

Lagern Sie Actigall bei Raumtemperatur in der Originalverpackung, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit. Bewahren Sie das Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Wenn Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie sie so bald wie möglich ein, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Verdoppeln Sie die Dosis nicht. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt oder Apotheker über das weitere Vorgehen.

Häufig gestellte Fragen zur Sicherheit

Kann Actigall sicher während der Schwangerschaft verwendet werden?

Die Sicherheit in der Schwangerschaft ist nicht pauschal festgelegt und hängt vom individuellen Nutzen-Risiko-Verhältnis ab. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Situation, bevor Sie eine Behandlung beginnen oder fortsetzen.

Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass Actigall nicht wirkt oder die Behandlung Fehler zeigt?

Wenn sich Beschwerden verschlechtern, neue Symptome auftreten oder sich Leberwerte verschlechtert zeigen, ist eine erneute ärztliche Bewertung sinnvoll. Der Behandlungsplan kann angepasst werden, falls der erwartete Nutzen ausbleibt.

Welche Rolle spielen Bluttests während der Behandlung?

Bluttests sind häufig Teil der Verlaufskontrollen, um Leberwerte und andere Laborparameter zu überwachen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie oft Tests sinnvoll sind und was die Ergebnisse bedeuten könnten.

Kann ich Alkohol zusammen mit Actigall unbedenklich trinken?

Alkohol erhöht die Belastung der Leber. Ob und wie viel Alkohol Sie konsumieren können, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Klären Sie dies im Arztgespräch, besonders wenn Leberwerte verändert sind.

Beeinträchtigt Actigall meine Fahrtüchtigkeit oder Konzentration?

In der Regel beeinflusst Actigall die Fahrtüchtigkeit nicht direkt. Sollten jedoch Schwindel, Benommenheit oder andere Symptome auftreten, vermeiden Sie das Führen von Fahrzeugen und suchen Sie ärztliche Beratung.

Was tun, wenn ich Nebenwirkungen bemerke?

Bei auffälligen oder belastenden Nebenwirkungen informieren Sie Ihre Apotheke oder Ihren behandelnden Arzt. Die Behandlung kann angepasst oder beendet werden, falls notwendig, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Ist Actigall rezeptpflichtig?

Die Verschreibungspflicht kann je nach lokalen Regeln variieren. May require a prescription depending on local rules. Prüfen Sie den Beipackzettel und klären Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wie Actigall in Ihrem Land gehandhabt wird.

Was passiert, wenn die Behandlung nicht greift oder die Steine bleiben?

Falls sich der Zustand nicht verbessert, wird Ihr Arzt andere Therapien in Erwägung ziehen. Eine Fortführung der Behandlung ohne ärztliche Rücksprache ist nicht empfohlen. Ihr Arzt wird alternativen Optionen prüfen.

Wie sicher ist Actigall bei Lebererkrankungen?

Bei bestehenden Lebererkrankungen ist eine enge Überwachung besonders wichtig. Die Sicherheit hängt davon ab, wie stark die Leberfunktion beeinträchtigt ist und welche Begleiterkrankungen vorliegen. Rücksprache mit dem Arzt ist unverzichtbar.

Wie lange dauert es, bis Actigall wirkt?

Die Wirkungsdauer variiert. Manchmal zeigen sich Verbesserungen erst nach mehreren Monaten. Geduld und regelmäßige ärztliche Kontrollen unterstützen den Erfolg der Therapie.

Muss ich Actigall absetzen, wenn ich eine Operation habe?

Eine Operation erfordert oft eine individuelle Planung. Informieren Sie Ihren Chirurgen und das behandelte Ärzteteam über Ihre Actigall-Therapie, damit der Ablauf koordiniert wird.

Zuverlässige Informationsquellen

Beipackzettel des Medikaments Actigall gehört zu den wichtigsten Informationsquellen. Dort finden Sie Hinweise zu Indikationen, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und speziellen Warnhinweisen.

Offizielle Gesundheitswebsites und die Empfehlungen Ihrer nationalen Arzneimittelbehörde bieten neutrale, geprüfte Informationen. Fragen Sie Ihre Apotheke oder Ihren Arzt nach empfohlener Lektüre.

Der Austausch mit Ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker ist eine verlässliche Quelle: Sie erhalten individuelle Auskünfte, abgestimmt auf Ihre Gesundheitsgeschichte und Ihre aktuellen Laborwerte.

Notieren Sie sich Fragen, die Sie im Gespräch klären möchten, und bringen Sie relevante Befunde zu den Terminen mit. So unterstützen Sie eine sichere, informierte Entscheidungsfindung.

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Katharina Hoffmann
Medizinisch überprüft von
Katharina Hoffmann
Fachärztin für Allgemeinmedizin